<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Wochenfluss</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wochenfluss"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Wochenfluss rootpage-Wochenfluss skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wochenfluss</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Unter <b>Wochenfluss</b> (<b>Lochien</b> von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">λόχος</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Latn{font-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","Avant Garde Gothic","Calibri","Futura","Geneva","Gill Sans","Helvetica","Lucida Grande","Lucida Sans Unicode","Lucida Grande","Stone Sans","Tahoma","Trebuchet","Univers","Verdana"}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic"><i>lóchos</i></span>, deutsch <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Geburt‘</span>) versteht man das <a href="Wundsekret" class="mw-redirect" title="Wundsekret">Wundsekret</a> der menschlichen <a href="Geb%C3%A4rmutter" title="Gebärmutter">Gebärmutter</a> nach der <a href="Geburt" title="Geburt">Geburt</a>, das aus der <a href="Vagina_des_Menschen" title="Vagina des Menschen">Scheide</a> der <a href="Wochenbett" title="Wochenbett">Wöchnerin</a> ausgeschieden wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung_und_Verlauf">Entstehung und Verlauf</h2></div>
<p>Nach der Geburt der <a href="Plazenta" title="Plazenta">Plazenta</a> und der <a href="Eihaut" class="mw-redirect" title="Eihaut">Eihäute</a> (<a href="Nachgeburt" title="Nachgeburt">Nachgeburt</a>) stellt die Gebärmutterinnenwand eine Wundfläche dar. Während die Eihauthaftstelle nahezu glatt ist, ist die Plazentahaftstelle eine raue Wundfläche, je nach Größe der Plazenta hat sie einen Durchmesser von ca. 12,5 cm. Diese Wundfläche ist mit <a href="Thrombus" title="Thrombus">Thromben</a>, Drüsenresten und Haftzottenstümpfen überzogen. <a href="Granulozyt" title="Granulozyt">Granulozyten</a>, <a href="Lymphozyt" title="Lymphozyt">Lymphozyten</a> und <a href="Phagozyt" title="Phagozyt">Phagozyten</a> wandern in dieses Wundgebiet ein, lösen die Gewebereste auf und <a href="Phagozytose" class="mw-redirect" title="Phagozytose">phagozytieren</a> sie. Zusätzlich mit <a href="Fibrin" title="Fibrin">Fibrin</a> bildet sich ein Leukozytenwall oder auch „Schutzwall“ gegen krankheitserregende Keime.
</p><p>Mit Hilfe der sogenannten Nach<a href="Wehe" title="Wehe">wehen</a> wird dieses nun tote (<a href="Nekrotisch" class="mw-redirect" title="Nekrotisch">nekrotische</a>) Gewebe ausgeschieden, wodurch die Wunde abheilen kann. Dieses „ausgeschiedene Gewebe“ entspricht dem Wochenfluss. Dieser Teil der <a href="Schwangerschaftsr%C3%BCckbildung" title="Schwangerschaftsrückbildung">Schwangerschaftsrückbildung</a> wird durch die Ausschüttung von <a href="Oxytocin" title="Oxytocin">Oxytocin</a> beim <a href="Stillen" title="Stillen">Stillen</a> des <a href="Neugeborenes" title="Neugeborenes">Neugeborenen</a> unterstützt. Zwei Wochen nach der Geburt hat sich die Wundfläche in der Gebärmutter auf 5 cm verkleinert, drei Wochen nach der Geburt beginnt die <a href="Epithelisierung" title="Epithelisierung">Epithelisierung</a>, nach sechs bis acht Wochen ist die Wundheilung abgeschlossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stadien_des_Wochenflusses">Stadien des Wochenflusses</h2></div>
<p>In der ersten Zeit nach der Geburt sind die Lochien blutig und <a href="Menstruation" title="Menstruation">überperiodenstark</a>, nehmen dann rasch in der Menge ab und verändern Farbe und Konsistenz über schleimig-rot (auch rosa), bräunlich (wie altes Blut) und dann zu bernsteinfarben-ausflussartig. Wochenfluss besitzt einen leicht muffig-strengen Geruch. Menge und Zeitraum der Blutung können stark variieren, als normal werden 200–500 ml beschrieben. Der Wochenfluss, der auch als „Spiegel der Wundheilung“ bezeichnet wird, dauert in der Regel zwei bis sechs Wochen an.
</p>
<ul><li><i>Lochia rubra</i>: In den ersten ein bis drei Tagen nach der Geburt ist der Wochenfluss <a href="Menstruation" title="Menstruation">überperiodenstark</a>, rot und flüssig. Sein Geruch wird als süßlich-fade beschrieben. Der Wochenfluss besteht zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen aus Blut, Eihautresten und Dezidua, <a href="Vernix_caseosa" title="Vernix caseosa">Vernixflocken</a>, <a href="Lanugohaar" title="Lanugohaar">Lanugohaare</a> und <a href="Mekonium" title="Mekonium">Kindspech</a> können beigemischt sein.</li>
<li><i>Lochia fusca</i>: Am Ende der ersten Woche nach der Geburt lässt der Wochenfluss nach, wird bräunlich und dünnflüssig. Der Wochenfluss enthält nun Serum, Lymphe und Granulozyten.</li>
<li><i>Lochia flava</i>: Am Ende der zweiten Woche nach der Geburt kommt nur noch wenig, schmutziggelber, „rahmiger“ Wochenfluss. Es wird verflüssigtes, nekrotisches Gewebe abgestoßen, das mit Bakterien und Schleim vermischt ist.</li>
<li><i>Lochia alba</i>: Am Ende der dritten Woche kommen nur noch geringe Mengen weißliche, wässrigseröse Flüssigkeit.</li>
<li>Nach vier bis sechs Wochen versiegt der Wochenfluss. Man geht davon aus, dass die Eihauthaftstellen nach etwa vier Wochen, die plazentare Wundfläche nach sechs bis acht Wochen verheilt sind.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hygiene">Hygiene</h2></div>
<p>Entgegen der Meinung älterer Fachliteratur sind die Lochien nicht infektiöser als normale <a href="Menstruation" title="Menstruation">Periodenblutungen</a>. Sie bestehen aus <a href="Blut" title="Blut">Blut</a>, weißen Blutkörperchen (<a href="Leukozyten" class="mw-redirect" title="Leukozyten">Leukozyten</a>), <a href="Blutserum" title="Blutserum">seröser</a> Flüssigkeit, und <a href="Vaginalsekret" class="mw-redirect" title="Vaginalsekret">Vaginalsekret</a>, das sich nach dem Abfließen aus der Vagina <a href="Biotische_Zersetzung" title="Biotische Zersetzung">zersetzt</a>. Unter Umständen sind auch verbliebene Reste von <a href="Eihaut" class="mw-redirect" title="Eihaut">Eihäuten</a> (Chorion und Amnion) und Dezidua beigemischt. Der frische Wochenfluss in der Vagina enthält zahlreiche Keime, deren Mehrzahl ist allerdings <a href="Apathogen" class="mw-redirect" title="Apathogen">apathogen</a> (nicht krankheitserregend). Lochien sind nur dann stark infektiös, wenn sie eitrig sind und einen hohen Gehalt an pathogenen Keimen enthalten, wie beispielsweise den <i><a href="Staphylococcus_aureus" title="Staphylococcus aureus">Staphylococcus aureus</a></i> oder <a href="Streptococcus_pyogenes" title="Streptococcus pyogenes">β-hämolysierende</a> <a href="Streptokokken" title="Streptokokken">Streptokokken</a>. Hinweis auf solch eine Infektion ist ein fischartiger oder eitriger Geruch. Die Wöchnerin entwickelt hohes Fieber mit Schmerzen im Unterbauch (<a href="Puerperalfieber" class="mw-redirect" title="Puerperalfieber">Puerperalfieber</a>).
</p><p>Sollte der Wochenfluss vorzeitig und plötzlich aufhören, kann es sich um einen Wochenflussstau (Lochialstau) handeln. Dieser sollte behoben werden, damit in der Gebärmutter verbleibende Reste sich nicht infizieren können (Gefahr der <a href="Endometritis" title="Endometritis">Endometritis</a>).
</p><p>Der Wochenfluss enthält eine hohe <a href="Keimzahl" class="mw-redirect" title="Keimzahl">Keimzahl</a>, wobei diese Bakterien nicht über die intakte Haut eindringen.
In <a href="Entbindungsstation" title="Entbindungsstation">Entbindungsstationen</a> darf das Pflegepersonal beim Wechseln der <a href="Monatshygiene" title="Monatshygiene">Saugvorlagen</a> diese nur instrumentell aufnehmen. Die Wöchnerin, falls sie die Vorlagen selbst wechselt, muss sich danach die Hände sorgfältig mit desinfizierender Seife waschen, um eine Kontamination ihrer Brust und des Mundes ihres <a href="Neugeborenes" title="Neugeborenes">Neugeborenen</a> beim <a href="Stillen" title="Stillen">Stillen</a> zu vermeiden, denn an der <a href="Brustwarze" title="Brustwarze">Brustwarze</a> eindringende Bakterien können eine <a href="Mastitis" title="Mastitis">Brustdrüsenentzündung</a> hervorrufen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Pfleiderer-S436_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Pfleiderer-S436-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Christine Mändle, Sonja Opitz-Kreuter und Andrea Wehling: <i>Das Hebammenlehrbuch der praktischen Geburtshilfe.</i> ISBN 3-7945-1765-2</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Lochien" class="extiw external" title="wikt:Lochien">Wiktionary: Lochien</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li>familienplanung.de – <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.familienplanung.de/index.php?id=9987">Das Wochenbett von A–Z</a>: Das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Pschyrembel_(Medizinisches_W%C3%B6rterbuch)" title="Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)">Pschyrembel</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pschyrembel.de/Lochien/K0D8J">Lochien</a></i>, auf Pschyrembel online, zuletzt abgerufen am 9. April 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Pschyrembel_(Medizinisches_W%C3%B6rterbuch)" title="Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)">Pschyrembel</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pschyrembel.de/Mastitis%20puerperalis/K0DRV/doc/">Mastitis puerperalis</a></i>, auf Pschyrembel online, zuletzt abgerufen am 9. April 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-Pfleiderer-S436-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Pfleiderer-S436_3-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Albrecht Pfleiderer, Meinert Breckwoldt, Gerhard Martius (Hrsg.): <i>Gynäkologie und Geburtshilfe. Sicher durch Studium und Praxis.</i> 4. Auflage. Thieme, Stuttgart/New York 2001, ISBN 3-13-118904-5, S. 438.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable" style="border-top-style: solid; border-top-width: 1px; clear: both; font-size:95%; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="Vorlage_Gesundheitshinweis"><div class="noviewer noresize nomobile" style="display: table-cell; padding-bottom: 0.2em; padding-left: 0.25em; padding-right: 1em; padding-top: 0.2em; vertical-align: middle;" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!</div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-08-12" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Wochenfluss&oldid=258805162">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>